Ehe, Heirat

zur Abteilung Zivilstandsamt

In der Schweiz werden Ehen ausschliesslich beim Zivilstandsamt geschlossen. Religiöse Trauungen und Zeremonien sind freiwillig. Sie dürfen erst nach der Ziviltrauung stattfinden. Richten Sie Fragen zu religiösen Trauungen bitte an die zuständige Religionsgemeinschaft.


Vorbereitung der Eheschliessung

Die administrative Vorbereitung der Trauung wird Vorbereitungsverfahren genannt. Das Brautpaar wendet sich persönlich und gemeinsam nach vorheriger Terminabsprache an das für den Wohnort der Braut oder des Bräutigams zuständige Regionale Zivilstandsamt und stellt das Gesuch um Durchführung des Vorbereitungsverfahren für die Eheschliessung.


Schweizerinnen und Schweizer bringen folgende Dokumente mit:

  • Aktuelle Wohnsitzbescheinigung (erhältlich bei der Einwohnerkontrolle des Wohnorts, nicht älter als 2 Monate)
  • Gültiger Pass oder Identitätskarte

Das Mündigkeitsalter für Mann und Frau beträgt 18 Jahre.

Die für ausländische Verlobte erforderlichen Dokumente sind je nach Heimatstaat verschieden. Deren Beschaffung nimmt oft längere Zeit in Anspruch. Wenden Sie sich frühzeitig an das für Ihren Wohnort zuständige Regionale Zivilstandsamt, damit man Ihnen eine Liste mit den erforderlichen Dokumenten zustellen kann.

Brautleute, mit denen keine gute Verständigung in Deutsch möglich ist, müssen zur Eheanmeldung eine übersetzende Person mitbringen.

Das Zivilstandsamt prüft, ob die Verlobten die gesetzlichen Voraussetzungen für die Ehe erfüllen und ob der Trauung kein rechtliches Hindernis entgegensteht. Nach der abgeschlossenen Prüfung kann der Trautermin festgelegt werden.

Über die Namensführung nach der Trauung können sich die Verlobten beraten lassen, wenn sie das Eheversprechen auf dem Zivilstandsamt anmelden.


Trauungsermächtigung, Trauungsort

Die Verlobten müssen sich nach Abschluss des Vorbereitungsverfahrens innert 3 Monaten trauen lassen, da das abgeschlossene Vorbereitungsverfahren seine Gültigkeit nach Ablauf dieser Frist verliert. Die Eheschliessung kann, muss aber nicht am Wohnort von Braut oder Bräutigam stattfinden. Wünschen die Verlobten auf einem anderen schweizerischen Zivilstandsamt getraut zu werden, so stellt dasjenige Zivilstandsamt, welches das Vorbereitungsverfahren geleitet hat, den Verlobten eine Trauungsermächtigung aus. Mit dieser kann die Trauung auf dem gewünschten Zivilstandsamt vereinbart werden.


Trauung

Die Trauungen sind öffentlich.

Zur Trauung haben die Brautleute zwei handlungsfähige (mündige und urteilsfähige) Zeuginnen oder Zeugen mitzubringen. Ist eine sprachliche Verständigung mit dem Zivilstandsbeamten nicht möglich, müssen die Brautleute eine übersetzende Person beauftragen.


Familienbüchlein

Das Ehepaar erhält nach der Ziviltrauung falls gewünscht den Familienausweis. Der Familienausweis im Verkehr mit Verwaltungsbehörden als Ausweis über den Bestand der Familie.


Gebühren

Die Gebühr für die Trauung setzt sich wie folgt zusammen:

Vorbereitungsverfahren: Fr. 150.00
Trauung: Fr. 75.00
Familienausweis inkl. Hülle (auf Wunsch): Fr. 50.00
Trauungsurkunde (auf Wunsch): Fr. 30.00


Bürgerrecht

Die Heirat hat keinen Einfluss auf Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts. Auch ändert es nichts am bisherigen Kantons- und Gemeindebürgerrecht. Jeder der Brautleute behält seinen bisherigen Heimatort. Ausländerinnen oder Ausländer erhalten die schweizerische Staatsbürgerschaft nicht automatisch durch die Heirat mit schweizerischen Staatsangehörigen. Ebenso wenig verlieren Schweizerinnen und Schweizer das Schweizer Bürgerrecht durch die Heirat mit einem ausländischen Staatsangehörigen.


Was unternimmt das Zivilstandsamt nach der Trauung?

Das Zivilstandsamt des Trauungsortes eröffnet für jede Trauung einen Geschäftsfall im Infostar (informatisiertes Standesregister) und meldet sie der Einwohnerkontrolle des Wohnortes sowie auf elektronischem Weg dem Zivilstandsamt des Heimatortes.